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Werkzeughersteller Grabmeier schließt: Was aus den 19 Jobs in Augsburg wird

Nach monatelanger Investorensuche gibt der Augsburger Werkzeughersteller Grabmeier GmbH auf. Was jetzt mit Belegschaft und Aufträgen passiert.

Leere Werkstatt eines Werkzeugherstellers mit stillstehenden Maschinen
Symbolbild (KI-generiert)

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Ein traditionsreicher Augsburger Werkzeughersteller macht dicht: Die Grabmeier GmbH stellt ihren Geschäftsbetrieb ein. 19 Beschäftigte sind betroffen. Monatelang hatte der Insolvenzverwalter nach einem Käufer gesucht.

Warum musste Grabmeier aufgeben?

Die Grabmeier GmbH aus Augsburg hatte bereits im Juli Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen stellt Schneid- und Verzahnungswerkzeuge her und repariert sie. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte die Firma noch einen Umsatz von 1,5 Millionen Euro.

Als Gründe für die Schieflage nennt der Insolvenzverwalter mehrere Faktoren gleichzeitig: stark gestiegene Energiekosten, anhaltende Lieferprobleme bei Hartmetall-Rohstoffen und gestiegene Lohnkosten. Zusätzlich habe es das Unternehmen zunehmend schwer gehabt, Fachkräfte zu finden und zu halten.

Eine Insolvenzwelle im Maschinenbau

Grabmeier steht mit diesem Schicksal nicht allein da. Im Maschinen- und Anlagenbau zählte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform bis Anfang September bereits 89 eröffnete Firmeninsolvenzen bei Kapitalgesellschaften. Das sind bereits mehr Fälle als im gesamten Jahr 2025.

Im ersten Halbjahr 2026 registrierte Creditreform bundesweit rund 12.900 Unternehmensinsolvenzen. Das war ein Anstieg von 7,8 Prozent und der höchste Halbjahreswert seit 2013. Rund 165.000 Beschäftigte waren davon betroffen.

Die gescheiterte Suche nach einem Retter

Der vom Insolvenzverwalter beauftragte M&A-Berater hatte mehr als 300 potenzielle Investoren angesprochen. Fünf von ihnen erhielten detaillierte Unterlagen, einer machte sogar ein konkretes Kaufangebot. Am Ende kam der Verkauf trotzdem nicht zustande.

Auch ein Versuch aus der eigenen Belegschaft scheiterte: Zwei Mitarbeiter zeigten Interesse an einer Übernahme, konnten die Finanzierung aber nicht innerhalb der gesetzlichen Frist auf die Beine stellen.

Diese Frist gilt jetzt für die Beschäftigten

Die Produktion bei Grabmeier lief noch bis zum 30. September auf vollen Touren, um laufende Aufträge abzuarbeiten. Sechs Mitarbeiter liefern anschließend bis zum 10. Oktober letzte Restaufträge aus. Danach werden alle 19 Beschäftigten aus dem Unternehmen entlassen.

Das sollten Sie jetzt wissen

  • Beschäftigte einer insolventen Firma haben Anspruch auf Insolvenzgeld für bis zu drei Monate, gezahlt von der Bundesagentur für Arbeit.
  • Den Antrag auf Insolvenzgeld muss man spätestens zwei Monate nach der letzten Lohnzahlung bei der Agentur für Arbeit stellen.
  • Wer sich frühzeitig arbeitsuchend meldet, sichert sich Beratungstermine, bevor die Kündigung überhaupt wirksam wird.
  • Im Maschinenbau ist die Nachfrage nach Fachkräften trotz der Insolvenzwelle regional weiterhin hoch, ein Wechsel muss also nicht zwangsläufig lange dauern.
  • Kunden mit laufenden Reparaturaufträgen bei Grabmeier sollten sich zeitnah beim Insolvenzverwalter nach dem Stand ihrer Bestellung erkundigen.

Wie es mit dem Firmengelände und den Maschinen weitergeht, ist noch offen. Der Insolvenzverwalter prüft weiterhin eine Verwertung der verbliebenen Vermögenswerte.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.